Männer- und Frauenchor 1859 Minfeld
Bericht zum Jahresausflug am 03. September 2005
Auch in diesem Jahr war uns der Wettergott wohlgesonnen: Nach anfänglich bedecktem Himmel zeigte die Sonne den ganzen Tag über ihre volle Stärke.
Im voll besetzten Bus ging unsere Fahrt -nach Zwischenhalt für ein ausgiebiges Frühstück in freier Natur- Richtung Stuttgart-Bad Cannstatt. Dort erwartete uns bereits der „Neckar-Käpt'n" für unsere Schiffsreise durch Naherholungs- und Naturschutzgebiete entlang des Neckars.
Der Name Neckar stammt aus dem Keltischen und bedeutet „Wildes Wasser". Davon ist heute nach dem Ausbau zur Bundeswasserstraße jedoch nichts mehr zu sehen. Zahlreiche Aktivitäten haben das Ziel, den Lebensraum Neckar aufzuwerten, Ökologie und Hochwasserschutz zu ver-bessern, und den Fluss, seine umgebende Natur und die zahlreichen Naturschutzgebiete ins Bewusstsein der Menschen zu rücken.
So ging unsere Fahrt vorbei an Terrassen-Weinbergen an steilen Muschelkalkhängen, die schon im frühen 13. Jahrhundert urkundlich erwähnt sind.
Wir passierten den Max-Eyth-See bei Stuttgart-Höfen, ein ehemaliger Baggersee und heute ein beliebtes Erholungsgebiet und zugleich ein bedeutender Brut-, Rast- und Nahrungsplatz für Wasservögel.
Über drei Schleusen überwand die „Wilhelma", so der Name unseres Schiffes, bei Talfahrt er-hebliche Höhendifferenzen um in Ludwigsburg-Hoheneck anzulegen. Nach einer kurzen Bus-fahrt zum Ludwigsburger Schloss präsentierte sich uns dieses herrliche Bauwerk mit seinen sehenswerten Parkanlagen im strahlenden Sonnenschein.
Das Ludwigsburger Schloss zählt überdies zu den größten noch erhaltenen Barockschlössern Europas.
Während der Schlossführung konnten wir uns von der Einzigartigkeit überzeugen, dass die fürst-lichen Appartements aus den Zeiten des Barock, des Rokoko und des Empire als Einheit aus Räumen, wandfester Raumdekoration und reicher Ausstattung sehr gut erhalten sind.
Drei Generationen von Herrschern, Baumeistern, Künstlern und Handwerkern haben diese Räume in ihrer Gestaltung geprägt. Ihren Reichtum an schöpferischen Einfällen zu erleben, je im Stil der damaligen Zeit kostbar und kunstvoll realisiert, machte unseren Schlossbesuch zu einer spannenden Reise durch die Zeit.
Die zahlreichen Gärten und Gartenskulpturen in den Schlossanlagen waren eine besondere Sehenswürdigkeit.
Das „Blühende Barock" mit der größten Kürbispräsentation Europas bot uns eine überwältigende Vielfalt an Möglichkeiten, den Kürbis gestalterisch einzusetzen. Hier sprechen die Fotos für sich (zur Bildergalerie).
So verging die Zeit wie im Flug; unser Bus brachte uns zum Ausklang des Tages nach Landau-Dammheim. Dort im „Schwanen" bei gemütlicher Atmosphäre, gutem Essen und Trinken hatten wir noch viel zu erzählen.




